Das ABC des Lichtes

Was bedeutet denn eigentlich Lumen? Und was ist ein Reflektor? Hier werden kurz die wichtigsten lichttechnischen Fachbegriffe erläutert, die für Sie nützlich sein könnten.

 

 

 

A

Abstrahlwinkel

Der Abstrahlwinkel ist jener Winkel, des aus einem gerichteten Leuchtmittel austretenden Lichtkegels. Die Lichtstärke beträgt dabei 50 % der zentralen Lichtintensität. 

Akzentbeleuchtung

Die Akzentbeleuchtung betont spezielle Raumbereiche oder einzelne Objekte. Dadurch wird die Raumatmosphäre aufgelockert. Die Akzentbeleuchtung lebt von unterschiedlichen Beleuchtungsstärken: Sie spielt mit den Kontrasten zwischen Licht und Schatten, variiert Helligkeit und Lichteinfall.

Aufbauleuchte

Aufbauleuchten sind Leuchten, welche direkt auf der Decke befestigt werden. Der Leuchtenkörper ist dabei sichtbar. Sie sind daher flexibel bei der Positionierung und ermöglichen eine individuelle Anpassung an Platz- und Lichtverhältnisse.

 

B

Beleuchtungsstärke

Die Beleuchtungsstärke (Kurzzeichen: E) gibt in der Maßeinheit Lux (lx) den Lichtstrom an, der von einer Lichtquelle auf eine bestimmte Fläche trifft. Sie beträgt 1 Lux, wenn der Lichtstrom von 1 Lumen 1 Quadratmeter Fläche gleichmäßig ausleuchtet. Die Beleuchtungsstärke wird mit einem Luxmeter auf horizontalen und vertikalen Flächen gemessen. Bei gleicher Beleuchtungsstärke erscheint ein weißer Raum heller als ein dunkler (siehe dazu Reflexionsgrad).

Bewegungsmelder

Bewegungsmelder werden auch Präsenzmelder genannt. Das mit Ihnen gekoppelte Licht schaltet automatisch an, wenn sich in ihrem Erfassungsbereich etwas bewegt. Es gibt dafür verschiedene Methoden der Erfassung: mit Passiv Infrarot- (PIR), Radar- oder Ultraschall-Sensoren. Die Dauer des Lichtes kann über einen Timer individuell reguliert werden. Bewegungsmelder können im Aussenbereich sowie im Innenbereich angewendet werden.

Blendung

Eine Blendung ist ein Störfaktor, der bei falscher Positionierung der Lichtquelle eintreten kann. Sie beeinträchtigt die Sehleistung und vermindert den Sehkomfort. Sie kann direkt oder indirekt eintreten – direkt von der Leuchte (Direktblendung) oder indirekt durch Spiegelung auf glänzenden Oberflächen (Reflexblendung). Gerade um solche Störfaktoren zu vermeiden, ist die Lichtplanung wichtig.

Bodeneinbauleuchten

Bodeneinbauleuchten werden meist für den Aussenbereich, den Flur und den Treppen genutzt. Sie strahlen das Licht nach oben ab und werden mit eng- oder breitstrahlender, symmetrischer oder asymmetrischer Lichtstärkeverteilung angeboten. Sie sollten begehbar und überrollbar sein und daher eine hohe Schutzart – optimal sind IP65 oder IP67 haben. 

 

C

Cocoon 

Als Cocoon wird die einzigartige-Rezeptur bezeichnet, mit der man ein extrem belastbares und elastisches Material hergestellt wird. Das Material wurde in den späten 50er Jahren von Artur Eisenkeil, der Gründer des LICHTSTUDIO EISENKEIL, für die Leuchtenschirmproduktion verwendet. Erfahren Sie mehr über die Geschichte der Cocoon-Leuchten - hier

 

D

DALI

Die Abkürzung DALI bedeutet „Digital Addressable Lighting Interface“ zu Deutsch die standardisierte digitale Schnittstelle für elektronische Vorschaltgeräte (EVG). In der Praxis übernimmt DALI das schalten und dimmen einer Leuchte. Im Gegensatz zu seinem analogen Pendant "1-10V" kann DALI digital über Adresszuweisungen einzelne Leuchten ansteuern. Außerdem ist das System optimal für die Steuerung farbiger Lichtinszenierungen. 

Deckenfluter

Deckenfluter oder auch Uplights lenken das Licht an die Decke nach oben. Meist sind es Wandleuchten oder Stehleuchten. Durch die Reflexion entsteht eine indirekte Beleuchtung. 

Dimmen

Mit einem Dimmer kann die Leuchtkraft von geeigneten Leuchten und Leuchtmitteln verändert werden. Sie kann von hell bis dunkel reguliert werden. Dabei kann der Dimmer extern sein oder bereits in der Leuchte verbaut sein. Bei der LED und Leuchtstofftechnologie muss darauf geachtet werden, dass das Leuchtmittel bzw. die Leuchte dimmbar ist bzw. für einen Dimmer geeignet ist.

 

E

EAN- Code

Der EAN Code ist eine unverkennbare Nummer, die das Herkunftsland, den Hersteller und die Artikelnummer der Produkte bestimmt.

Energie-Label

Das Energie-Label dient zur Kennzeichnung des Energieverbrauches einer Leuchte. Daher werden in der EU Lampen mit verschiedenen Energieeffizienzklassen gekennzeichnet. Die Effizienzklassen reichen von A (sehr sparsam) bis G (Energieverschwendung). Der Verbraucher soll sich so besser orientieren können.

Einbauleuchte 

Leuchten zur Montage in Hohlräumen oder Zwischendecken. Der größte Teil der Leuchte ist nicht sichtbar in der Decke eingebaut, häufig schließt die Lichtaustrittsöffnung bündig mit der Decke ab.

 

F

Fassung

Als Fassung bezeichnet man den Sockel der Leuchte. Das heisst es ist die Halterung durch die der Strom fließt, wobei es vorerst bedarf die Lampe darin zu montieren. 

 

G

Glühlampen

Glühlampen oder auch Allgebrauchslampen sind elektrische Lampen, deren Strahlung durch einen hocherhitzten Glühdraht (2.600 bis 3000 Kelvin) aus Wolfram erzeugt wird. Der Wolframdraht befindet sich in einem abgeschlossenen, mit Gas gefüllten, bei einigen Typen auch luftleeren Glaskolben. Der Hauptanteil der abgegebenen Strahlung liegt im infraroten Bereich. Sie sind typische Temperaturstrahler: Nur etwa fünf Prozent der eingesetzten Energie werden in Licht gewandelt, der Rest ist Wärmestrahlung. Vom Jahre 2009 bis 2012 wurden Glühlampen in der EU schrittweiße vom Markt genommen.

Grundbeleuchtung

Die Grundbeleuchtung ist auch unter Allgemeinbeleuchtung bekannt. Damit meint man die Beleuchtung ohne Berücksichtigung einzelner Sehaufgaben. Das heisst sie stellt die Orientierung und Kommunikation in einem Raum sicher – sie macht die Architektur, die Objekte und die Menschen im Raum sichtbar.

 

H

Halogenleuchtmittel

Bei der Produktion von Halogenleuchtmitteln wird Halogen in den Glaskolben zugegeben.

Hockerleuchten

Hockerleuchten sind ortsveränderliche Leuchten, d.h. sie nennt man so aufgrund ihrer Position. Ein „Hocker“ ist ähnlich wie ein Podest, sie sind Tische mit geringer Höhe.

 

K

Kelvin

Kelvin ist die Farbtemperatur (Einheit K) und gibt die Farbe des Lichtes an. Je höher der Wert ist, desto "kälter" wirkt das Licht. Unter 3.300 K wird das Licht als warmweiss bezeichnet, zwischen 3.300 K und 5.300 K neutralweiß und ab 5.300 K wird kaltweißes Licht abgestrahlt.

Klemmleuchten

Klemmleuchten sind ortsveränderliche Leuchten. Der Name Klemm, kommt von der Klemmvorrichtung die die Leuchte hat. Gerne werden Sie an Schreibtischen, Regalen oder auch Nachtkästen angeklemmt. Sie sind praktisch, da sie einfach verstellbar sind. 

 

L

LEDs

LEDs werden auch Leuchtdioden genannt. Hinter dem Kürzel steht – Licht Emittierende Dioden bzw. Light Emitting Diodes. Es sind elektronische Halbleiter-Bauelemente, die unter Spannung Licht in den Farben Gelb, Blau, Rot oder Grün abgeben. Mithilfe einer zusätzlichen internen Leuchtschicht können blau leuchtende LEDs auch weißes Licht erzeugen. Dieses Weißlicht lässt sich aber auch durch eine Farbmischung erzeugen. LEDs besitzen eine hohe Lebensdauer und einen sehr niedrigen Energieverbrauch. LEDs eignen sich für die Innenbeleuchtung und auch für die Aussenbeleuchtung. 

Leuchtmittel

Das Leuchtmittel ist die technische Ausführung einer künstlichen Lichtquelle. Das Leuchtmittel wird in die Fassung der Leuchte eingesetzt. Das Licht des Leuchtmittels wird von der Leuchte verteilt und gelenkt.

Lichtverteilung

Unter der Lichtverteilung versteht man wohin die Leuchte das Licht lenkt. Man unterscheidet hierbei zwischen direkter oder indirekter Lichtverteilung. Bei der direkten Beleuchtung wird das Licht direkt in den Raum und auf die Nutzebenen gelenkt, wo Licht gebraucht wird. Bei der indirekten Beleuchtung hingegen wird das Licht an Decken oder Wandflächen abgestrahlt und von diesen in den Raum reflektiert. Die Mischung von direkter und indirekter Beleuchtung wird häufig als angenehm empfunden.

Lux & Lumen

Es handelt sich bei beiden um zentrale lichttechnische Größen. 

In Lux (lx) wird die Beleuchtungsstärke gemessen. Sie gibt also an, wieviel Lichtstrom auf eine Fläche fällt. Der Lichtstrom wird Lumen (lm) gemessen. Er beschreibt die von der Lampe in alle Richtungen abgestrahlte Leistung im sichtbaren Bereich. 

 

M

Mastleuchten

Mastleuchten sind Außenleuchten zur Montage an oder auf Masten. 

 

N

Neonlampen

Diese Lampen sind für Beleuchtungszwecke sehr ungeeignet. Es handelt sich um Niederdruck-Entladungslampen. Sie haben große, kalte Elektroden und enthalten das Edelgas Neon, das bei Hochspannung (etwa 300 Volt pro Meter) entladen wird. Es gibt auch Alternative Füllungen – diese sind: Argon, Krypton oder anderen Edelgase. Neon erzeugt rot-oranges Licht, die anderen Gase jeweils andere Farben. Haupteinsatzgebiet der stabförmigen Lampen ist die Lichtreklame. Vor dem Befüllen des Lampenkolbens mit Gas kann dieser in der Produktion auch zu Schriftzügen oder Figuren geformt werden.

 

P

Pendelleuchten

An der Decke gibt es drei verschiedene Arten an Leuchten die man anbringen kann: Einbauleuchte, Anbauleuchten oder Pendel- bzw. Hängeleuchten. Das bedeutet die Leuchte wird mithilfe von Kabeln oder Seilsystemen „abgependelt“. 

Pollerleuchten

Pollerleuchten sind meist Aussenleuchten. Sie werden an Wegen oder Straßenrändern eingesetzt. Die Lichtpunkthöhe ist dabei meist auf Hüfthöhe (1 bis 1,5 m).

 

R

Reflektor

Man unterscheidet zwischen matten/weissen Reflektoren und glänzenden Reflektoren. Mit weißen oder mattierten Reflektoren wird eine diffuse Lichtverteilung erzeugt. Glänzende Reflektoren hingegen dienen der Lichtlenkung.

RGB

Unter RGB wird der Farbraum aus den drei Grundfarben Rot, Grün und Blau verstanden. Wenn Leuchten einen eingebauten RGB Farbwechsler haben können eine große Vielzahl von Farben ausstrahlen.

 

S

Schutzart

Die Schutzart bestimmt wie stark die Leuchte vor Fremdkörpern von außen und vor Feuchtigkeit geschützt ist. Die Schutzart wird mit  IP („Ingress Protection“) gekennzeichnet.Die erste Kennziffer hinter dem IP (1 bis 6) beschreibt den Fremdköperschutz, die zweite (1 bis 8) den Feuchtigkeitsschutz. Je höher die Zahl umso geschützter ist die Leuchte. Wird eine der beiden nicht ausgewiesen, steht dafür ein großes „X" für „ungeprüft".

Schutzklasse

Die Schutzklasse der Leuchten wird von Bau- und Betriebsart bestimmt. Es gibt 3 unterschiedliche Schutzklassen:

Schutzklasse I: 

Leuchten für den Anschluss an den netzseitigen Schutzleiter.

Schutzklasse II: 

Leuchten mit einer zusätzlichen oder verstärkten Isolierung. Sie haben keinen Schutzleiteranschluss.

Schutzklasse III: 

Leuchten für den Betrieb mit Schutzkleinspannung.

Seil- und Stangensystem

Seil- und Stangensysteme machen die Beleuchtung flexibel – auf der Schiene lassen sich beliebig viele Nidervolt-Strahler befestigen und jederzeit umhängen. Sie werden meist an Wänden befestigt.

 

T

Transfomator

Transformatoren, auch Trafo genannt, sind Spannungswandler. Für die Beleuchtung werden häufig Transformatoren verwendet, die die Netzspannung 230 Volt (Primärseite) in Kleinspannung (Sekundärseite) von 6, 12 oder 24 Volt wandeln. 

Touch-Dimmer

Ein Touch Dimmer ermöglicht Leuchten ein-, auszuschalten und zu dimmen, indem man einen dafür vorgesehenen Bereich berührt.